Biografie
Erich Fried wurde am 06. Mai 1921 als Sohn jüdischer Eltern in Wien geboren. Er spiele an seinem Gymnasium in einer Schauspielgruppe mit und schrieb schon im frühen Alter seine ersten Gedichte. Im Alter von 17 Jahre wurde sein Vater von der Gestapo ermordet. Fried floh daraufhin nach London, in das er kurz darauf auch seine Mutter bringen konnte. Sie musste ebenfalls vor den Deutschen fliehen. Fried verbrachte sein restliches Leben in London und veröffentlichte von dort aus 1944 seinen ersten Lyrikband Deutschland in deutscher Sprache über einen österreichischen Verlag. Seinen Lebensunterhalt musste er jedoch mit Gelegenheitsarbeiten verdienen. Im gleichen Jahr heiratete Fried seine erste Ehefrau Maria Marburg.
Fried arbeitete nach dem Krieg an zahlreichen Zeitschriften mit, zudem wurde er politischer Kommentator der deutschsprachigen Sendungen des englischen Nachrichtensenders BBC (ab 1950). Während dieser Zeit veröffentlichte er weiterhin seine Werke wie Gedichte (1958), seinen einzigen Roman Ein Soldat und ein Mädchen (1960) und Reich der Steine (1963) sowie Warngedichte (1964). Kurz darauf gab er seine Tätigkeit bei BBC wieder auf, da er sich mit der, seiner Meinung nach, unveränderlichen Position des Nachrichtensenders zum Kalten Krieg nicht anfreunden konnte. Doch Fried hatte sich bis dahin mit seinen Stücke bereits einen Namen gemacht und entwickelte sich zu einen Kritiker seiner Zeit, was sich auch in einigen seiner zukünftigen Werke widerspiegeln sollte.
So veröffentlichte Fried 1966 eines seiner wohl umstrittensten Werke, der Gedichtband und Vietnam und der jedoch zugleich für Fried den Durchbruch bedeutete. Ihm folgten zahlreiche weitere Bände. Und Vietnam und brachte Fried auch dazu, viel herumzureisen und an zahlreichen öffentlichen Diskussionen teilzunehmen.
Fried spielte zur damaligen Zeit immer wieder mit dem Gedanken nach Deutschland zurückzukehren, die Tatsache dass auch in der neuen deutschen Regierung alte Nazis eingesetzt wurden missfiel ihm aber, und so blieb seine Übersiedlung aus.
1977 erhielt Fried den ersten wichtigen Preis, den Prix International des Editeurs für sein Buch 100 Gedichte ohne Vaterland. Dieses erschien daraufhin in 7 Sprachen und wurde sein erstes erfolgreiches Buch. Sein erfolgreichstes Buch jedoch war der Band Liebesgedichte (1979).
1986 erhielt Fried einen weiteren wichtigen Preis, die Carl-von-Ossietzky-Medaille von der Internationen Liga für Menschenrechte. 1987 erhielt er sogar den Georg-Büchner-Preis.
Leider war Fried zu dieser Zeit bereits schwer krank.
Erich Fried starb am 22. November 1988 auf einer Lesereise in Baden-Baden und wurde in London begraben.
|